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Leichtathletiksaison 2021 beim PSC Berlin

Leichtathletiksaison 2021 beim PSC Berlin

Die paralympische Leichtathletiksaison der Berliner Athleten war kurz und intensiv. Nach diversen Corona bedingten Absagen, unter anderem des Paris-Grand-Prixs und der Europameisterschaften in Polen, konnte jetzt im Juni eine Wettkampfserie mit Wettkämpfen in Cottbus, Freital, Riesa und Leverkusen besucht werden. Für einige Aktive waren es die ersten Wettkämpfe seit 2 Jahren……

Ali Lacin (Klasse T61) zeigte hier nach seinem Armbruch vor 6 Wochen aufsteigende Tendenz im 200m Lauf und im Weitsprung (bei noch massiven Anlaufproblemen) und konnte wie auch schon im Jahr 2020 die geforderte Paralympicsnorm locker abhacken. Als Medaillengewinner aus 2019 ist er für Tokyo gesetzt. Jetzt geht es in die unmittelbare Vorbereitung für Japan.

Andreas Lehmann zeigte in seinen 3 Wettkämpfen eine aufstrebende Tendenz und konnte sich auf 40.67 m im Speerwurf der Klasse F46 steigern. Damit ist er 4. in der europäischen Rangliste. Schade, dass ihm eine Teilnahme bei der EM verwehrt blieb. So konnte er sich damit trösten zusammen mit Weltklassespeerwerfer Andreas Hofmann, der den Wettbewerb in seinem ersten Auftritt nach seiner OP mit sehr guten 78.84 m gewann, gemeinsam im Wettkampf gestanden zu haben.

Thomas Ulbricht hatte über die Saison Probleme mit der Achillessehne und der Wadenmuskulatur und konnte sein Potenzial nicht abrufen. Am Ende stehen 49.67 m im Speer als Leistung für 2021 und Platz 5 in der Weltrangliste der Klasse F12, die aber in Tokyo noch mit der Klasse F13 aufgefüllt wird. Ob das für eine Nominierung reichen wird? 

Max Jagodzinski steigerte seine persönlichen Bestzeiten über 100m und 200m im Rennrollstuhl deutlich. Bei seinem Wettbewerb auf einer schnellen Mondobahn (nur hier kann man als Rollstuhl-fahrer Normen erbringen) erzielte er mit 16,73 sec über 100m und 29,79 sec über 200 m gute Zeiten, vor allem über die nicht paralympische Strecke 200 m, allerdings noch nicht die Nachwuchsnorm für den DBS-Nachwuchskader. Er hofft hier auf das ISTAF in Berlin im September.

Nun gilt es abzuwarten auf die Nominierung für Tokyo, die überraschend erst am 19. Juli bekannt gegeben werden soll. Das bedeutet, nachdem die Festlegung ja schon letzten Samstag erfolgt ist, drei Wochen Unsicherheit und dabei trotzdem die Motivation hochzuhalten

Text: Dr. Ralf Otto

Fotos: Thomas Ulbrich

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